Vorstellung

Šmarješke Toplice

Ein Moorgebiet, welches nur die lokalen Bewohner kennen

  • Das bereits in der Urgeschichte besiedelte Gebiet von Šmarješke Toplice war bis Ende des 18. Jahrhunderts nur den Einheimischen bekannt gewesen. Das Sumpfgebiet, der kleine See, der langsam bei den Thermalquellen entstand, wurde von Einheimischen aus Novo Mesto und den Bewohnern der umliegenden Schlössern besucht. Das Wassergebiet trug lange Zeit den Namen Seetherme (slow. Jezerske toplice).

Die Seetherme im Unterkrain

  • So benannte diesen Ort in seinem Buch „Bericht über das Heilbad oder Jezerske toplice in Unterkrain (Poročilo o toplicah ali Jezerske toplice na Spodnjem Kranjskem)“ auch der Eigentümer von Schloss Stari grad und bekannter Historiker, Franc Anton Brekerfeld. Unter anderem schreibt er darin über die wohltuenden Eigenschaften des Heilbads: „Das Quellwasser verfügt über heilende Kräfte: es verdünnt und erhöht den Blutkreislauf, stärkt die Nerven und wirkt wohltuend gegen Nervenerkrankungen, hilft gegen Lähmung, Schwellungen, Gelenkschmerzen, Skorbut. Bei diesen Erkrankungen passieren oftmals auch Wunder.“ Seit 1971 schrieb sich jeder Gast in ein Buch ein, wenn sein Aufenthalt einen wohltuenden Effekt auf seine Gesundheit hatte.

Von den ersten Lauben bis zum Hallenbad

  • Die Grafen Margheri-Commandona, die Eigentümer des Schlosses Stari grad und des Heilbads, stellten im 19. Jahrhundert bei den Heilbädern eine hölzerne Laube auf. Die nächsten Eigentümer verlegten den Boden des Bads mit Holzdiellen. Im Jahre 1913 kaufte Alojzij Zajec aus der Ortschaft Bela Cerkev das Heilbad und stellte hier zwei Heilbäder auf. Im Jahr 1922 wurde oberhalb der Thermalquelle ein Heilbadgebäude gebaut, und am Ende des Tals ein offenes hölzernes, 9 x 9 m großes Schwimmbecken erbaut.

Wasser und Strom

  • Als 1926 das Heilbad von der Familie von Dr. Gregorčič aus Novo Mesto gekauft wurde, erlebte es einen immensen Fortschritt. Die Eigentümer wechselten die Wasser- und Stromleitungen aus und renovierten das Gasthaus und die Mühle. Die Heilbäder bekamen eigene Namen: Marienbad (das heutige Holzbecken), Alexanderbad (das größere Innenbecken) und Petrusbad (das kleinere Innenbecken). Neben den Schwimmbecken befanden sich Kabinen für die Gäste. Im Jahr 1938 wechselte der Kurort erneut den Besitzer und kam in die Hände von Dr. Šarič. Mit dem Ankauf von weiteren Grundstücken wurde das Heilbad zu einem einheitlichen Kurgebiet verbunden, und das Haus zu einem größeren Gastgewerbeobjekt ausgebaut.

Entwicklung der Kurtherme und der Hotels

  • Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Gebäude komplett neu renoviert, das Heilbad wurde den modernsten touristischen Standards angepasst und mit der Zeit wurden die großen Thermalschwimmbecken im Freien gebaut. Im Jahr 1956 wurde das Heilbad zu einer Gesundheitsinstitution als Kurort. Damals renovierte man das Hotel, baute die Schwimmbecken, den Park, die Umgebung des Bachs und anderes um. Im Jahr 1973 wurde das Heilbad zusammen mit dem Kurort Dolenjske Toplice ein Teil des Pharmakonzerns Krka. Es begann die Zeit der Entwicklung professioneller Gesundheitsprogramme und einer engeren Orientierung auf die jeweiligen Indikationsfelder.

Malerhafte, mit Weingärten bewachsene Hügel, alte Schlösser, Kirchen und Kloster, attraktive Siedlungen und Dörfer und der Urwald laden ein. Begeben Sie sich auf einen Ausflug durch Dolenjska.

Die Legende von dem Brunnen

  • Probieren Sie das Wasser aus der Trinkwasserquelle Prinovec in unmittelbarer Nähe der Therme. Obwohl seine Legende mit Münzen verbunden ist, die man bezahlen musste, um daraus trinken zu können, ist das Wasser heute kostenlos.

  • »Bringe eine Münze«

    Als es noch keine Wasserleitungen gab, versorgte die Quelle die umliegenden Bewohner. In den Dörfern hatten diese zwar Regenwasserzisternen, aber als das Wasser in der Sommerhitze knapp was, besuchten die Menschen die Quelle – sogar mit Fässern, die sich auf Wagen mit Kuhgespann befanden. Der Volksmund besagt, dass der Eigentümer dieses Landteils neben die Quelle ein Schild mit der Aufschrift aufstellte: BRING Münzen (PRINESI NOVEC), wenn du Wasser trinken willst. Mit der Zeit haben sich die Buchstaben der zweiten Silbe NESI (bring) verwischt, und aus den übrig gebliebenen entstand der Namen des Brunnen, PRI-NOVEC. So bekam der wohltuende Brunnen seinen Namen.

Indische Lotosblume

  • Machen Sie einen Spaziergang auf dem botanischen Weg des Kurparks und entdecken Sie seine ungewöhnliche Schönheit auf der Oberfläche des Sees mit einer Warmwasserquelle.

  • Der einzige Standort in Slowenien

    Der botanische Weg im Kurpark der Šmarješke Toplice führt zum See, der durch eine Thermalquelle Wasser gewinnt. Hier wächst eine heutzutage seltene Blume - die indische Lotosblume. Im Sommer ist die Wasseroberfläche dicht mit den großen mit Wachs überzogenen Blättern bedeckt. Unter der Oberfläche ranken sich stolz mehr als einhundert zarte rosafarbene Blütenknospen.

  • Die Symbolik der einzigartigen Pflanze

    An Sommermorgen, bei Tagesanbruch erheben sich die Lotosblüten langsam aus dem Wasser und die Blütenblätter beginnen sich zu öffnen. Während der Hitze des Tages öffnet sich die Blüte völlig und zeigt sich in ihrer ganzen Schönheit. Wenn die Sonne untergeht, schließt sich die Blüte wieder und versinkt ins Wasser, aus dem sie am nächsten Morgen erneut erwacht.  Die Lotosblume symbolisiert – neben Schönheit, unversiegbarer Lebenskraft und Jungfräulichkeit – auch die geistige Entwicklung des Menschen, der sich aus der Dunkelheit der Unwissenheit zum Licht der Erkenntnis erhebt.

  • Eine seltene Natursehenswürdigkeit

    Diese Art der Lotosblume war im Tertiar über den ganzen Planeten verbreitet. Heute sind die natürlichen Fundstellen des indischen oder roten Lotos in einigen Gegenden Asiens und Australiens. Weil bisher galt, dass die indische Lotosblume bei uns im Freien nicht überwintern kann, ist die Lotosblume über den Warmwasserquellen der Šmarješke Toplice, die außerdem zahlreichen Schildkröten und Fischen Unterschlupf bietet, eine um so größere Besonderheit und Sehenswürdigkeit.